Hygiene- und Infektionsschutzkonzept

für die Wiederinbetriebnahme des Yachthafens und der Clubanlage

des Motor-Yacht-Clubs Heidelberg e.V.

(Stand: Mai 2020)

 

Die Corona-Krise hält die Menschen seit geraumer Zeit in Atem, und alle Bereiche des Lebens sind in diesem Zusammenhang von Auswirkungen und Einschränkungen betroffen. Bereits weit vor der behördlich angeordneten Sperre des Sportboothafens hatten wir daher entschieden, den Zutritt zu unserer Anlage zu untersagen. Für eine schrittweise Wiederinbetriebnahme galt es nun, geeignete Schutzmaßnahmen für unsere Mitglieder zu treffen.

Die Vorstandschaft des MYC Heidelberg ist sich der großen Verantwortung für die MYC - Mitglieder bei der Wiederinbetriebnahme der Hafenanlage bewusst, und unabhängig davon, ob seitens der Landesregierung oder der Stadtverwaltung Heidelberg entsprechende Auflagen zum Infektionsschutz verbindlich eingeführt oder nur allgemein empfohlen werden, möchte die Vorstandschaft ein konkretes und detailliertes Konzept zum größtmöglichen Infektionsschutz ihrer Mitglieder einführen und umsetzen. Auch und gerade im MYC Heidelberg haben wir viele ältere und langjährige Mitglieder, auf die wir sehr stolz sind. Wir fühlen uns diesen und allen anderen Mitgliedern besonders verpflichtet und insbesondere der Gesundheitsschutz soll bei uns in den Mittelpunkt gestellt werden, damit wir unserem Hobby auch weiterhin nachgehen können. Die Maßnahmen erfolgen vor dem Hintergrund der nachfolgend beschriebenen Erkenntnisse (Stand: Mai 2020) und werden gegebenenfalls regelmäßig weiter angepasst.

Auf Basis der wissenschaftlich begründeten Informationen des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) kann folgendes im Hinblick auf die Übertragung des SARS-CoV-2 Virus abgeleitet werden:

  • Der wichtigste Übertragungsweg ist die sog. Tröpfcheninfektion, bei der Corona-Viren in infektiösen Mengen von infizierten Menschen durch Husten oder Niesen als Tröpfchen in die Luft abgegeben, anschließend von anderen Menschen eingeatmet werden und so in die Schleimhäute der oberen Atemwege gelangen.
  • Es sind derzeit keine Fälle bekannt, bei denen nachgewiesen ist, dass sich Menschen auf dem Weg über den Verzehr kontaminierter Lebensmittel oder durch Kontakt mit kontaminierten Gegenständen mit dem Corona Virus infiziert haben.
  • Übertragungen über Oberflächen, die kurz zuvor mit Viren durch direktes Niesen oder Husten einer infizierten Person kontaminiert wurden, sind als sog. Schmierinfektionen grundsätzlich denkbar. Eine Schmierinfektion erscheint insbesondere dann möglich, wenn das Virus kurz danach über die Hände auf die Schleimhäute des Mund- und Rachenraumes oder die Augen übertragen wird.
  • Zu bedenken ist, dass auch weitere Infektionswege und -ketten möglich sein können

 

Unter Berücksichtigung dieser Risikobewertung basiert das vorliegende Hygienekonzept des MYC Heidelberg auf Maßnahmen und Schutzmöglichkeiten in den drei Hauptbereichen

     1. Hygieneschutz

     2. Ablauforganisatorische Maßnahmen zur Reduzierung von Infektionsrisiken

     3. Infektionsschutzmaterialien

 

Mit diesen Kernpunkten für den Infektionsschutz beim MYC Heidelberg soll größtmöglicher Schutz in unserer Hafenanlage sichergestellt werden.

Wir erachten es als selbstverständlich, dass an Covid-19 erkrankte Mitglieder, und Mitglieder, die in den vergangenen 14 Tagen engen Kontakt zu jemandem hatten, bei dem das Corona Virus nachgewiesen wurde, nicht die Clubanlage betreten. Gleiches gilt für Mitglieder, die grippeähnlichen Krankheitssymptome (z.B. Husten, Fieber, Halsschmerzen) aufweisen!

 

 

1. Hygieneschutz

In der Gesellschaft sind „Nies- und Hustenetikette“ (Niesen/Husten in die Armbeuge), Wegfall des Händedrucks bei der Begrüßung und regelmäßiges, „richtiges“ Händewaschen weitgehend angekommen. Diese allgemeinverbindlichen Regelungen zum Hygiene-/Infektionsschutz möchten wir unseren Mitgliedern uneingeschränkt und dringend anempfehlen.

Für den weitergehenden Hygieneschutz sollen

  • In allen Bereichen (Dusche und Toilettenanlage, Zugang Clubhaus) zusätzlich zu den bisherigen Möglichkeiten der Händereinigung und Trocknung Möglichkeit zur Händedesinfektion geschaffen werden
  • Auf den Toiletten weiterhin nur mehrlagiges Toilettenpapier verwendet werden, um einer Verschmutzung der Hände vorzubeugen
  • Für den Aufenthalt in der Hafenanlage sind Infektionsschutzmaterialien (Mund-/Nasenschutzmasken, ggf. Einmalhandschuhe) für den persönlichen Gebrauch stets mitgeführt werden. Sie sind entsprechend der geltenden behördlichen Auflagen zu verwenden. Ein Vorrat derartiger Schutzmaterialien wird nur für besondere Fälle vom MYC vorgehalten.
  • Abstandsregelungen von mindesten 1,5 Metern im Clubhaus, der Terrasse und insbesondere auf der Steganlage eingehalten werden
  • Begegnungen auf den Steganlagen sind generell vermieden werden; es ist vor Betreten jeweils zu warten, bis andere Personen den betreffenden Bereich verlassen haben
  • Eine Höchstbegrenzung der Teilnehmer für die Kurse (SBF See, SBF Binnen, UBI, SRC) entsprechend der Abstandsregeln festgelegt werden
  • Reinigungsintervalle seitens der Clubhausbetreiber festgelegt werden

 

 

2. Ablauforganisatorische Maßnahmen zur Reduzierung der Infektionsrisiken

a) Technisch – organisatorische Maßnahmen (TOM)

  • Anbringen von Handdesinfektionsspendern vor dem Zugang zum Clubhaus, auf den Toiletten, und beim Zugang zum Steg
  • Automatisierter Wasserlauf an den Handwaschbecken (Sensortechnik)
  • Einsatz von Spuckschutzwänden im Rahmen der Ausbildungskurse und im Thekenbereich (Einzelbestellungen, Bezahlvorgänge)
  • Prüfung von bargeldlosen Zahlungsmöglichkeiten an der Theke und soweit dies nicht möglich ist, Übergabe des Geldes nur über eine geeignete Vorrichtung/Ablagefläche
  • Anbringen eines für jeden deutlich erkennbaren Schildes mit dem Hinweis, dass das Betreten der Hafenanlage vor dem Hintergrund der Corona-Krise auf eigene Gefahr und eigener Haftung erfolgt und die Maßnahmen zum Hygiene- und Infektionsschutz zu beachten sind. Abstandregeln sind zwingend einzuhalten.
  • Anbringung weiterer Hinweisschilder bezüglich konkreter Abstands- und Infektionsschutzregelungen in der gesamten Clubanlage
  • Hinterlegung von Infektionsschutzmaterialien im Schulungsboot

Verantwortliche Umsetzung: Die Vorstandschaft leitet die TOM zeitnah in die Wege, beauftragt entsprechende Handwerker oder Mitglieder mit entsprechender Befähigung.

 

b) Verhaltensorientierte Maßnahmen

  • Flächendesinfektion von gefliesten Böden im Clubhaus, in der Dusche, in den Toiletten und auf der Terrasse – 1 x wöchentlich
  • Desinfektion von allen Türgriffen (Zugang Clubhaus, Zugang Toiletten, Zugang Duschen, Zugang Steganlage) Handläufen und Schaltern – in regelmäßigen Abständen und bei Bedarf
  • Desinfektion von Fenstergriffen, Stühlen und Tischen – täglich vor Öffnung des Clubhauses
  • Bestellungen an der Theke nur von Einzelpersonen (keine Wartegruppe). Kassiervorgänge sind von Tätigkeiten des Behandelns von Lebensmitteln organisatorisch zu trennen. Im Kassierbereich sind u.U. die Abstandsregelungen von 1,5 Metern nicht einhaltbar; Schutzscheiben (Spuckschutzwände) aus geeignetem Material können hier als Barriere die Kunden und das Bewirtungspersonal schützen.
  • Abstand zwischen den Mitgliedern und Gästen (1,5 bis 2 m) durch Freilassen jedes zweiten Gästestuhls; gegenüber sitzen grundsätzlich Personen des gleichen Haushalts

Verantwortliche Umsetzung: Die Maßnahmen betreffen in erster Linie das Betreiben der Clubhausgaststätte. Der Clubhausbetreiber ist für die Einhaltung verantwortlich und der Vorstand wird den Pachtvertrag um die Verpflichtungen entsprechend erweitern.

 

c) Maßnahmen in Zusammenhang mit der Durchführung von Kursen (Ausbildungen SBF See, SBF Binnen, UBI, SRC)

  • Die Höchstteilnehmerzahl in den einzelnen Kursen sollte 12 Personen nicht übersteigen; es sollte während der Kurse Maskentragepflicht festgelegt werden
  • Da in den Funkkursen mit den Funkgeräten in deutlicher Sprache gearbeitet werden muss, ist hier alternativ zum Einsatz von Mundschutzmasken auch der Einsatz von Spuckschutzwänden möglich
  • Auf dem Schulboot dürfen maximal zwei Fahrschüler plus Fahrlehrer Praxisstunden absolvieren; vor Erstinbetriebnahme vollständige Desinfektion des Innenraumes des Schulbootes
  • Vor jedem Wechsel der Fahrschüler ist das Ruder und die von den Fahrschülern und dem Praxisausbilder benutzen Schalter/Hebel sowie der Sitz mit Desinfektionstüchern zu reinigen

Verantwortliche Umsetzung: Der MYC-Ausbildungsleiter ist für die Umsetzung der vorgenannten Maßnahmen und Regeln verantwortlich.

 

 

3.  Infektionsschutzmaterialien

  • Handdesinfektionsmittel / Desinfektionstücher
  • Flächendesinfektionsmittel
  • Spuckschutzwände
  • Mund-/Nasenschutzmasken (für den akuten Bedarf)
  • Einmalhandschuhe (für den akuten Bedarf)

sollen in ausreichender Zahl beschafft und eingesetzt werden.

Verantwortliche Umsetzung: Der von der Vorstandschaft festgelegte Gesamtverantwortliche ist für die Beschaffung / Bereithaltung der Infektionsschutzmaterialien verantwortlich.

 

 

Diese Maßnahmen sollen bis auf Weiteres gelten. Sie sind insbesondere von der weiteren Entwicklung abhängig, auch und gerade hinsichtlich der Entwicklung eines Impfstoffes und/oder eines Medikaments gegen Corona-Viren.

Unabhängig davon sind alle jeweils geltenden Vorschriften aus der Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg und der Allgemeinverfügung der Stadt Heidelberg zur Corona-Verordnung zwingend zu beachten.

Für den vulnerablen Personenkreis, d.h. dem Personenkreis mit erhöhtem Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs bei einer COVID-19 Infektion wegen schwerwiegender / multipler Vorerkrankungen oder Immunschwäche wird die strikte Einhaltung der aufgeführten Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen empfohlen. Das Betreten des Sportboothafens erfolgt ausdrücklich auf eigene Gefahr und Haftung und im Zweifelsfall sollte vorher ein Facharzt konsultiert werden.

Die Maßnahmen werden in den Vorstandssitzungen regelmäßiger Tagesordnungspunkt sein und gegebenenfalls erweitert oder zurückgenommen werden. Für die Umsetzung und Einhaltung der Maßnahmen ist die gesamte Vorstandschaft des MYC Heidelberg verantwortlich.

Dieses Hygiene- und Infektionsschutzkonzept wird mit Veröffentlichung auf der Homepage und der Bekanntgabe an alle Mitglieder durch ein Rundschreiben mit sofortiger Wirkung in Kraft gesetzt.

 

Gezeichnet                                                           Heidelberg, den 02. Mai 2020

 

Ziegelmüller

 

Vorsitzender MYC Heidelberg e.V.im ADAC

Motor-Yacht-Club Heidelberg e.V. im ADAC

Wichtige Termine  (in Überarbeitung)

Die Sperrung des Hafens aufgehoben

Getränke und kleine Speisen sowie Kaffee und Kuchen, alles zum Mitnehmen, beim Clubrestaurant

Verbindliche Regelungen siehe  Aktuelles

Wichtig: verbindliches Hygiene- und Infektionsschutzkonzept